Die Idee


Im Juli 2008 verunglückte in Hamburg die damals 15jährige Julia auf dem Schulweg. Sie wurde als Fußgängerin von einem abbiegenden Pkw erfasst und dabei lebensgefährlich verletzt. Nach unzähligen Operationen und Wochen des Bangens und des Hoffens gaben die Ärzte eine teilweise Entwarnung: Am Kopf und an den inneren Organen werden keine Schäden bleiben, Knochenbrüche und Hautverletzungen werden folgenlos ausheilen. Aber eine Rückenmarksschädigung lässt sich nicht beseitigen. Julia ist querschnittgelähmt und wird künftig nur noch im Rollstuhl mobil sein können.

Es folgte eine aufwändige medizinische Rehabilitation mit vielen Herausforderungen, vielen Fortschritten, aber auch vielen Komplikationen und Tiefen. Insbesondere die Beziehung zur Familie zerbrach, nachdem vor allem die Eltern mit der Situation ihrer Tochter überfordert waren. Freunde und Bekannte wandten sich unbeholfen ab. Julia stand alleine vor einer Aufgabe, die sie alleine unmöglich schaffen konnte: Sie musste zurück aus dem beschützenden Klinik-Alltag in ein normales Leben. Ihren Standort in der Gesellschaft neu bestimmen, neues Vertrauen schöpfen.

Hilfe bekam Julia ausgerechnet dort, wo sie sie am wenigsten erwartet hätte: Von völlig fremden Menschen. Andere Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer nahmen Julia in ihre Mitte, nahmen sie mit zum Sport, zu gemeinsamen Unternehmungen, kitzelten ihren Ehrgeiz. Ihre Klinikpsychologin riet ihr, Tagebuch zu schreiben. Und es zu veröffentlichen, um ihre Position besser zu verstehen, neue Sicherheit und Antworten auf die vielen Fragen zu bekommen, die in ihrem Kopf hin und her schwirrten.

Fünf Jahre später wird ihr Online-Tagebuch "Aus dem Leben einer Stinkesocke" bei den Deutschen Blog-Awards "The BOBs" von zehntausenden Lesern zu Deutschlands bestem Blog gewählt. Kurz darauf zeichnet die "Aktion Mensch" Julia als "Mutmacher 2012" aus. Der Besucherzähler auf ihrer Seite hat die Millionenmarke längst überschritten. Julia schreibt noch immer Tagebuch, noch immer online und noch immer so kurzweilig wie am ersten Tag. Es bezeugt ihre Entwicklung vom perspektivlosen Unfallopfer zu einer starken, selbstbewussten Frau eindrucksvoll.

"Was mir geholfen hat, hilft auch anderen", erklärt die Initiatorin der Aktion "Eine Socke für Dich!" ihre Idee. "Menschen mit Behinderung brauchen viel Kraft, viel Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit - und viele Freunde. Mithilfe eines Bloggernetzwerks und der Möglichkeit, hilfsbedürftige Menschen unbürokratisch unterstützen zu können, möchte ich etwas zurückgeben und jenen Menschen die Hand reichen und Mut machen, die im Moment noch nicht wissen, wie es weitergehen kann", sagt Julia.

Die Idee: Bloggerinnen und Blogger mit eigener Behinderung, Angehörige und Freunde sowie Förderer vereinigen sich und unterstützen sich gegenseitig, insbesondere durch gegenseitigen Austausch, gemeinsames Verlinken und die gezielte Förderung neuer Mitglieder. Der eingetragene Verein "Bund behinderter Blogger e.V." bietet dafür eine Organisationsplattform. Gleichzeitig schafft der Verein Anreize, das Gesamtwerk und auch einzelne, bedürftige Menschen gezielt zu unterstützen, wie beispielsweise durch die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden.

Wenn Sie das Gesamtprojekt "Eine Socke für Dich!" oder eine einzelne Sammlung für einen bestimmten Zweck unterstützen möchten, klicken Sie bitte auf den Menüpunkt "Sammelsocken" und erfahren Sie, wie Sie helfen können und wo Ihre Hilfe ankommt. Selbstverständlich erhält jede Spenderin und jeder Spender von uns eine Spendenbescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt. Wenn Sie Fragen haben, beantworten wir Ihnen diese gerne; nehmen Sie bitte über die unten stehenden Kontaktdaten Verbindung zu uns auf.
"Eine Socke für Dich!"
ist eine Spendenaktion des

Bund behinderter Blogger e.V.
Holtenklinker Straße 108
21029 Hamburg
Tel.: +49 .40 .65866212
Fax: +49 .40 .65866213
Mail: post@bloggerbund.de


"Bund behinderter Blogger e.V."
ist ein eingetragener Verein
mit Sitz in Hamburg.

Zuständiges Registergericht ist das
Amtsgericht Hamburg,
die Registernummer lautet VR 21681.


 
Vertretungsberechtigt:
Markus Werner (Vorsitzender)

Spendenkonto:
Bank für Sozialwirtschaft (251 205 10)
Kontonummer: 94 73 222